Zom Bruddle gibts emmer was
Leck mich fett. Besser hätte es der gute alte Hitchcock nicht inszenieren können. Aber von Anfang an und das Gute zuerst: die Blauen gewinnen wieder, oder besser gesagt schon wieder. Für unsereins nicht unbedingt ein leichtes Brot, was soll man denn dann meckern? Aber wir wären keine echten Blauen, wenn uns / mir und noch dreitauseneinhundertundeinpaar (3180, Anm. der Webtippse) Zuschauer nicht doch was einfallen würde.
Das Spiel begann mit einem
Schock. Freistoss Regensburg und schwuppdiwupp ist der Ball im Kasten von
Harry Ebertz. Kurzer Herzstillstand und erleichtertes Aufatmen allenthalben
- der Schiri zeigt nicht zum Mittelkreis. Irgendwas war vorher, was wusste
auch so richtig keiner zu sagen, aber was soll's. 8 Minuten später
machten die Regensburger das Ding dann doch rein. Ecke Jahn, Vorlage "Harry
"Fliegenfänger" Ebertz. 0:1. Das war Pleiten, Pech und Pannen verdächtig,
Ebertz leistete sich dann gegen später noch einen gnadenlosen Patzer
als er Libero spielte, mit gutem Ende; sonst wurde er nicht geprüft,
Glück oder Pech, wer weiß, er konnte nicht mehr viel falsch
machen, sich aber auch nicht mehr auszeichnen.
Nach einer guten Viertelstunde
bekamen die Blauen dann das Spiel zunehmend in den Griff und hatten die
größeren Spielanteile. Einige halbe Chancen sprangen zwar heraus,
aber nichts zählbares. Insgesamt ein recht leckeres Spielchen, allerdimgs
mit vielen Nicklichkeiten und auch der Oberschiedsrichter auf dem Feld
trug mit überraschend geradlinig getroffenen, obskuren Entscheidungen
weder zu einem halbwegs geregelten Spielablauf noch zu einer gemäßigten
Stimmung auf Platz und Gegengerade bei.
Halbzeit und das Fazit: Regensburg
steht hinten hervorragend, wenn die Nordösterreicher ein zweites Tor
erzielen ist's vorbei, wenn wir den Ausgleich schaffen ist was drin, das
wird bei dem Schiedsrichter allerdings schwer.
Nach der Halbzeit das gewohnte
Bild. Stuttgart spielt und Regensburg mauert, mit zunehmender Spieldauer
mit allen Mann, und der Schiedsrichter vertelt weiterhin hier und da ein
Kärtchen, pfeift mal überraschend und manchmal gar nicht (was
war das denn 2-3 mal im Regensburger Strafraum?, Fernsehbilder bitte!).
Ansonsten nur die Blauen
gefährlich, die Regensburger nur wirklich zwingend, wenn Harry Ebertz
ins Spiel eingreift... . Zählbares für die Blauen: 2 Pfostentreffer
sprangen heraus, aber leider kein Tor, zumindest bis zur 82.min..
So langsam verließen
den blauen Anhang die Hoffnung, und ein Punkt, das wär schon was und
"scheiße" die mauern das heim" und "I glaubs nemmer" und Dörflinger
läßt 3 Regensburger aussteigen, passt zu Lösch, der fasst
sich ein Herz, zieht aus 17 Metern ab und ---- Gospodarek macht sich lang,
aber vergebens.
Riesenjubel und wenigstens
ein Punkt, jetzt kein blödes Tor mehr kassieren und die Rechnung:
"Wenn wir gegen Fulda 6 statt 1 Punkt geholt hätten" wär's nicht
so wichtig ... .
Und dann der Showdown:
90. oder 93.min : Ecke Blau,
Kopf Paeslack, Tor. Ein Bild wie an Weihnachten, wildfremde Menschen liegen
sich in den Armen, harmlose Familienväter brüllen sich heisser
und Erzfeinde verbrüdern sich...(siehe unten).
Fazit: Hochverdient, Gottseidank. Und das Wochenende ist gerettet.
Die Einzelkritik:
Ebertz: Kein Kommentar,
ich mag den, wirklich, und finde ihn richtig symphatisch, aber das
reicht nicht.
Kritzer: Gewohnt stark,
auch seine Flankenläufe, die Flanken müssten halt noch kommen
... .
Kuhn: Mehr als ordentlicher
Einstand. Hut ab.
Lösch: Souverän:
Zimmermann: Wieder stark:
Wagner: Spielte sich bis
zu seiner Auswechslung in die Herzen der Zuschauer. Weiter so.
Pleuler: Gar nicht so schlecht,
aber mach es doch rein, Mensch.
Scharinger: Bemüht,
eifrig, aber mir einigern "Eiern". Trotzdem - die Anspielstation im Mittelfeld.
Polat: Kämpferisch
wieder allererste Sahne.
Ivan: Hatte es nicht leicht
gegen die kompakte Abwehr, aber trotzdem ein Plus.
Paeslack. Rackerte, kämpfte,
meist vergebens, aber die 90. min.: Jens, wir lieben Dich.
Carnevale: Mal so, mal so
.... Wäre der Pfosten nicht im Weg gewesen...
Dörflinger : Da, dann
wieder unsichtbar und dann mit einer wunserschönen Einlage. Pluspunkt.
Der Schiedsrichter:
Jenseits von Gut und Böse.
0 Punkte
Und jetzt die Kommentare:
"Wenn I's nechstmol komm on der Ebertz stoht widdr em Tor, dann gange glei wiedr hoim"
Nach einer ganz obskuren
Entscheidung des Schiris, keiner weiß was war:
(todernst) "I will a Ohzeigadafel,
wo druffstoht ond erklärt wird, was der pfiffa hat."
A: "Mein Gott, koscht me
des Nerva, die sen doch alle bled, dia doh her ganget."
B: (schaut sich langsam
und bedächtig um) "Abr es sen irgendwia emmr die gleiche do, au du...:"
Der wurde mir zugetragen
(Thanx Martin):
Nach einem Pass, sozusagen
in den komplett freien Raum:
"Des war scheiße,
... oder?" (Anm. der Red. : Ganz bestimmt, verlass Dich drauf, hinter Pässen
in die spielfreie Zone steckt keine besondere oder neue tieferische taktische,
fussballerische Sinneinheit).
Schlusspfiff:
Zuschauer umarmt seinen
Nachbarn, mit dem er dauernd Zoff hatte. Nach dem Motto: "Kickers Fans
aller Länder, Anschauungen und Altersgruppen verbrüdern sich)
"Mein Gott, du hasch viellciht
ein Bledsenn rausgswätzt, ... abr jetzt isch mers egal, jetzt
mog e de, .... (schreit wie verrückt) ISCH DES NET SCHE???? (Der Sieg,
Anm. des Zuhörers)
Auf dem Parkplatz:
A: "Boah kalt."
B: "Scheiße kalt."
C: (völlig heiser und
am Ende) "Mir scheißegal, es kennt au femf odr zeah Grad kälter
sei, hauptsach drei Punkte. Jaaaaaa!!!!"
A & B: (schauen sich
an und unisono) "Jetsch isser vellig nibrgschnappt."