"In Zukunft nie mehr zu 11...?"
Schön war's nicht, dafür aber spannend, schreibt die Stuttgarter Zeitung. Was vor allem die Nervenbelastung für die Blaue Anhängerschaft nur bruchstückhaft wiedergibt. Bringen wir es auf den Punkt: Die "kleinen" Bayern waren uns technisch überlegen und ließen unsere blauen Halbgötter das ein oder andere Mal arg schlecht aussehen. Wäre nicht Christian Nicht zwischen den Pfosten gestanden, der bis auf einen kleinen Patzer (darf er auch mal, oder?) ein Superspiel machte - oh je - in Degerloch wär schon wieder die Kacke am Überkochen. Aber die Münchner waren vor dem Tor entweder zu doof, zu unglücklich oder es wurde nchts dank Nicht.
Dafür gingen die Blauen,
diesmal ohne Polat, Braun und Cast (Sperren) und auch ohne Scharinger (Erst
heißt's, er will weg, dann ist alles nur ein Missverständnis,
dann soll er wieder auf seiner Lieblingsposition spielen, jetzt heißt's,
es ginge halt nach Leistung - das riecht nach Machtkampf) durch ein Freistosstor
von Benda in Führung.
Übrigens Scharinger:
Das Mittelfeld sah auch ohne ihn nicht unbedingt besser aus.
Fazit zur Halbzeit: Oh je,
aber wir führen...., das ist schon mal was. Die zweite Hälfte
brachte dann aber alles auf was der herzinfarktgefährdete Zuschauer
gern verzichten könnte. Das 2:0 - ein Abstauber durch Stierle, nach
Schuss von Ivan. Und zwei
Tore innerhalb von einer
oder zwei Minuten, allerdings für die Falschen. Einmal war die Abwehr
ganz wenig im Bilde. Dann hatten die Blauen beim Stand von 2.1 schon wieder
die Hosen voll und kassierten auch gleich das 2:2 durch Elfmeter.
Das wär's gewesen,
denn jetzt sahen die Bayern als sichere Sieger aus. Aber ohne die Rechnung
mir unseren Blauen gemacht zu haben. Und weil unsere Kickers erst dann
gut sind, wenn sie nichr mehr vollzahlig sind, lies sich Ivan vom Platz
stellen (gelb-rot aufgrund a)Schauspielern; b)Trikot ziehen oder c) wegen
Ellbogencheck, den er abbekam....) und gar plötzlich entwickelte die
Mannschaft das, was unser kleines blaues Herzerl so erwärmt: Kampfgeist
pur.
Nicht schön, aber effektiv.
Das Ergebniss: Ein Kopfballtor von Kennendy und Minkwitz mit dem Tor des
Monats aus über 20 Metern. Nicht schön, aber gewonnen. Wenn wir
auch in Zukunft aus so wenig Chancen immer vier Tore machen, dann brechen
rosige Zeiten an.
Mein Tip: Um Sperren zu vermeiden in der zweiten Spielhälfte immer einen oder zwei runternehmen, ohne Ersatz bringen, dann klappt das schon... .
Auf eine Einzelkritik möchte ich verzichten, die Mannschaft hat kämpferisch alles gegeben, auch wenn vor allem spielerisch noch vieles im Argen liegt.
Bester Spieler: Nicht
Stark: Minkwitz (nicht nur
wegen der Kiste, ganz allgemein)
Daumen hoch: Stierle (Auch
nur ansatzweise wegen der Kiste).
Erfreulich: Shimamura
Und hier die Kommentare:
Verzweiflung:
A:Dia (Anm.: Die Blauen),
dia koschted me dr letzschde Nerv, do aldere jedes Mol om mendeschdens
oi Johr.
B: So alt, wia mr bei denna
aussehad, kemma gar net mol werda.
Positiv denken:
A:" I will oimol noh en
Uffstieg miterleba, oimal "Freidetrunken" durchs Waldaustadion renna."
B: "Mir hen no Zeit, so
alt semmer noh net. 30 oder 40 Johr macher mr noh, oder? Doh kann viel
bassiera."
Und der peinlichste:
Frau: "Und wie läuft
das jetzt?"
Mann:"Die spielen jetzt
und versuchen Tore zu schiessen."
Frau: "Aha" (Anm.: Nix kapiert)
Er wieder: "Das heisst,
wenn wir eins mehr schiessen, als die Anderen, haben wir gewonnen."
Sie: "Wir?"
Er: "Egal, kuck zu !" (Anm.
des Beobachters: "Kippe aus, anschnallen, Klappe halten - die kommt nimmer)
Und der Beste:
Zuschauer: "Minke, was waren
des für en Schuss bei der Kiste?"
Minkwitz: "Bin abgerutscht
... ." (Anm.: Rutsch öfter ab, Minke, rutsch öfter ab!)
Und der Nachtrag aus
Kaiserslautern, da hats mir nicht gereicht einen
Bericht zu tippen:
"Dr Wolf hat den Kennendy
ausglieha, dass er denn nemmer so blend ibers Feld zaggera seha muas."