24.5.98: Stuttgarter Kickers - Energie Cottbus 2:1         Zuschauer: 4144 (hoi!)

Ha, was willsch do bruddla...diese Spiel begann so, wie die letzten auch begonnen hatten. Die Jungs setzten sich das Blaulicht auf, spielten den Gegner an die Wand und beschossen das gegnerische Tor mit der Vehemenz und dem Erfolg einiger Hornberger Soldaten. Gleich 5 oder 6 Schüsse in der ersten Viertelstunde, die aber allesamt nicht von Erfolg gekrönt waren.

Im Gegensatz zu ihren historischen Vorbildern ging den Kickers das Pulver jedoch nicht aus und in der 30. Minute setzte sich Minkwitz nach feinem Doppelpaß auf der linken Seite durch, flankte nach innen, Toni zog gerade noch den Fuß weg und von hinten brauste Spielmacher Kevric heran und versenkte den Ball zur beruhigenden 1:0-Führung.

Danach brach wieder die Zeit alter Kickers-Krankheiten an. Das flüssige Angriffsspiel erlitt nach der Führung einen Bruch und wenn Cottbus nicht harmloser wie ein Tigerfellbettvorleger gewesen wären, hätte sich das Spiel a la Fortuna Köln entwickeln können. Doch diesmal kam alle anders. Direkt vor der Pause setzte sich Sebescen, der sich mal wieder redlich bemühte, endlich ein Tor zu erzielen (Daumen drück!) wunderbar auf der rechten Seite durch und der freistehende Toni Sailer stopfte den Ball ins Tor.

Kurz nach der Pause hatte Sebescen die beste Torchance, und wenn der Kopfball etwas plazierter gewesen wäre (doch was zum bruddlen!), hätte das Ergebnis allmählich die tatsächlichen Verhältnisse auf dem Platz wiedergespiegelt.

Der Rest der zweiten Halbzeit ging im 48-Stunden-nicht-bruddeln-können-Filter etwas unter, die Blauen mußten nicht mehr mit letzter Kraft spielen, Cottbus konnte nicht (und der Gegenspieler des hervorragenden Heute-bin-ich-überall-auf-dem-Platz-Santl (mit Original Struuuunz-Haarfarbe) wollte wohl vermutlich eh nur noch nach Hause) und so vergingen die Minuten, unterbrochen durch gelegentliche Chancen der Blauen durch abgefälschte Torschüsse und ähnliche Fuß-gegen-Ball-Events.

So richtig ärgern durfte sich der Bruddler aber in der 90. Minute. Inkonsequentes Einsteigen von Abwehrspieler und Torwart und anschließende Trikotreißtests führten zu einem der überflüssigesten Elfmeter. Cottbus erzielte das unverdiente Anschlußtor und erzeugte so ein Ergebnis, daß dem Spiel überhaupt nicht gerecht wurde. Und weil Frankfurt und Jena zu blöd für 3 Punkte waren, muß man immer noch ein kleines bißchen (aber nur ein klitzekleinesbißchen) um die Kickers zittern.

Die Meinung zum Schiedsrichter:
Das soll ein Bundesligaschiri sein? Aber sicher nicht mit diesen Assistenten, die mehrfach an der korrekten Auslegung der Abseitsregel verzweifelten. Obwohl, so richtig schlecht pfiff er nicht.

Bruddler des Tages:
"He Schuschdr, kenned deine Daggl vom Gardaamd den Rasa ned so grad mäha, daß au dr Blende do onda s'Abseids säha duad!"

Spruch des Tages:
"Wenn'r dr Geyer uffs Tribihne schiggd, hogg i morga en U-Hafd" als der Cottbuser Trainer sich lautstark mit den Schiedsrichter stritt.


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