Das fing ja eigentlich prima an...ein kostenloser Parkplatz
direkt vor dem Neckarstadion, Temperaturen noch über dem Gefrierpunkt
und eine gute Bratwurst....doch die Idylle währte nicht allzulange.
Pfudi grüßte mal wieder fast die leere Gegentribüne,
es wurde lausig kalt und begann zu schneien und das Spiel trug nichts dazu
bei, einen auch nur ein bißchen zu erwärmen. Dank den Michelin-Männchen
vom DSF begann das Spiel auch noch 5 Minuten später, schon blöd,
wenn die Werbeblöcke so lange dauern...
Über 20 Minuten passierte praktisch gar nichts,
von einer verunglückten Pauli-Flanke abgesehen, die Walter um den
Pfosten drehte.
Auf der anderen Seite kam Sebescen mal frei zum Schuß,
doch er verfehlte leider wie in 1998 auch so häufig das Tor.
Nach einer halben Stunde dann mal zwei Kickers-Chancen
am Stück, doch die Winterpause wurde offensichtlich nicht dazu verwendet,
an der Verbesserung der Chancenverwertung zu arbeiten. Gegen Ende der ersten
Halbzeit packte die Kickers dann wieder die Mutlosigkeit und sie spielten
mehr nach hinten als das Fanherz das ertragen konnte, ein Fehler von Minkwitz
hätte fast zu einer Riesenchance von Pauli geführt.
Nach der Pause reichte die Energie des PauPaus (Pauli-Pausentee)
gerade mal drei Minuten für zwei halbe Torchancen und alle 22 Akteure
überließen das Wirbeln wieder komplett den Schneeflocken.
Bis auf die Minuten 54-55, da ging es Schlag auf Schlag.
Erst packte Toni ein Pfund aus, das der Pauli-Keeper entschärfte.
Auf der Gegenseite nutzte ausgerechnet der Ex-Blaue Marin die Verletzung
von Libero Ramovs aus, um die Nordlichter in Führung zu bringen.
Das Spiel wechselte nun in die "Blau stürmt, Braun
kontert"-Phase. Nach einer starken Stunde war das 0:2 eigentlich überfällig,
doch vom langen Sprint erschöpft schob der Hamburger den Ball am langen
Pfosten des leeren Tores vorbei.
"Braun kontert, Blau foult" führte zur Hinausstellung
von Wülbier.
"Braun kontert, Blau hat einen Mann zu wenig" führte
zum 0:2, traurig, traurig.
"Braun kontert, Blau zaubert" verhinderte immerhin auf
der Torlinie das 0:3.
Als die Paulianer dasselbe auf ihrer Torlinie veranstalteten,
landete der Ball vor den Füßen von Toni und der ließ sich
nicht lange bitten: 1:2 nach 70 Minuten.
Linz wechselte jetzt alles ein, was mal irgendwo unter
Stürmer registriert worden war, Maric war schon da, Carl kam.
Gerade als die Kickers sich einzurennen begannen und
Pauli sich dran gewöhnte, Kickers-Kopfbälle von der Linie zu
kratzen, spazierte ein Pauli-Spieler durch weitgehend desinteressierte
(oder einfach ausgepumpte?) Kickers-Abwehrspieler und erzielte die Entscheidung,
das 1:3.
So bleibt als Fazit: St. Pauli war mies, nutzte aber konsequent seine Konterchancen, die Kickers waren etwas besser, nutzten aber konsequent ihre wenigen Chancen nicht und so wird es wohl nichts aus dem von Trainer Linz angekündigten "Ärgern der Großen".
Die Meinung zum Schiedsrichter:
Gut. Souverän, ohne größere Fehlentscheidungen,
so sollten alle Schiris pfeifen.
Bruddler des Tages:
Spruch des Tages:
entfallen wegen Kälte und Frust.